Am 15.11.1990 ging das von uns bereits mehrfach erwähnte Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem in Betrieb. Im Rahmen der Förderungspogrammes F’81 wurde das IBIS (integriertes Bordinformationssystem) der Häni-Prolectron AG aus Wil (Schweiz) beschafft. Die Kommunikation zwischen Fahrzeugrechner und Zentralrechner erfolgte regelmäßig per Datenfunk. Mithilfe der Infrarotbaken und dem Wegzähler weiß die Verkehrszentrale jederzeit, wo sich welches Fahrzeug befindet.
Über ein Terminal konnte das Fahrpersonal den Bordrechner steuern und Dinge wie Linie, Kurs, Route und Ziel einstellen, wodurch alle Geräte im Fahrzeug automatisch eingestellt wurden. Dazu zählten Außenanzeigen, Innenanzeigen, Entwerter, Haltestellenansagen und die Zugbeeinflussung.
Vor dem RBL gab es lediglich normalen Sprechfunk zwischen Fahrpersonal und Verkehrszentrale, mit der RBL-Inbetriebnahme wurden die Funkgeräte darin integriert und ein Sprechwunsch musste vom Fahrpersonal mittels einer Taste manuell angefragt werden.
Bei der nächstden Abfrage der Fahrzeuge durch die Verkehrszentrale (ungefähr alle 15 Sekunden) wurde dieses Bit an die Zentrale geschickt und eine Disponent konnte die Sprachverbindung aufgebaut werden. MIt dem passenden Datentelegramm wurde das Funkgerät auf einen Sprachkanal geschaltet und mit einem Rückstellton wurde diese Verbindung wieder getrennt, wodurch das Funkgerät wieder in den Datenmodus schaltete.
Mit Inbetriebnahme des RBL waren alle technischen Voraussetzungen für den Tunnelbetrieb erfüllt. Nun galt es, die restlichen Bauarbeiten zügig zum Abschluss zu bringen, damit der Stadtbahnbetrieb bald starten konnte.
