Natürlich braucht man für eine Stadtbahn nicht nur ein passendes Streckennetz, sondern auch die richtigen Fahrzeuge. Zusammen mit drei weiteren Betrieben im Ruhrgebiet entwickelte man in Zusammenarbeit mit der Düsseldorf-Uerdinger Waggonfabrik DUEWAG den sogenannten Stadtbahnwagen „M8S“. In Bielefeld waren diese Wagen als „GT8Z“ bekannt. Der erste von ihnen, Wagen 501, wurde am 16.01.1976 angeliefert, die drei weiteren Wagen 502, 503 und 504 werden im Laufe des Jahres 1976 ausgeliefert. Besonders an diesem Fahrzeugtyp sind die Türen auf beiden Seiten und die Möglichkeit des Zweirichtungsbetriebes, auf den man mit den vorherigen Gelenk- und Großraumwagen seit 1954 verzichtet hat. Deswegen kamen diese Wagen auch gerne bei Baumaßnahmen zum Einsatz, um einen Pendelverkehr einzurichten, allerdings blieb die Geschichte der Wagen in Bielefeld kurz: Bereits 1987 gingen die vier M8S nach Mainz, was bedeutet, dass manche Wagen des Typs GT8 sogar den M8S überlebt haben.
Auf den drei Bildern seht ihr die letzten beiden ausgelieferten M8S im Betrieb ein paar Jahre nach ihrer Einführung. Auf dem zweiten Bild könnt ihr zumindest die kleinen optischen Unterschiede zwischen den M8S und ihrer unmittelbaren Nachfolgergeneration M8C erkennen. Der wesentliche Unterschied besteht in der Ansteuerung der Fahrzeugmotoren: Während die M8S noch auf einer klassischen Schützensteuerung basierten, verfügten die M8C über eine für damalige Verhältnisse moderne Chopperansteuerung der 600V-Gleichstrommotoren.
Mit ihren gerade einmal vier Exemplaren ist die M8S-Reihe eine Seltenheit im Bielefelder Fuhrpark. Lediglich Wagen 501 ist wohl noch vorhanden und soll in Mainz stehen. Für den modernen Stadtbahnbetrieb konzipiert und gebaut erlebten sie selbst das Stadtbahnzeitalter jedoch nicht mehr.
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