In diesem Jahr feiert die Bielefelder StadtBahn ihren 35. Geburtstag! 🎉 Aus diesem Anlass haben wir eine Reihe an Posts vorbereitet und werden euch an 35 Tagen 35 Einblicke in die Geschichte der StadtBahn geben.
Beginnen möchten wir mit der Entscheidung des Stadtrates im Jahr 1966, als der Beschluss zum Bau einer unterirdischen Tunnelstrecke gefasst wurde.
Nicht nur in Bielefeld stand die Stadtgesellschaft in den 60er-Jahren vor der Entscheidung, ihre Straßenbahnen zu erhalten oder durch Busse zu ersetzen. Damals verfügten die meisten großen Städte in Deutschland über elektrische Straßenbahnnetze, welche zumeist noch vor dem ersten Weltkrieg gebaut wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg gewann das private Automobil zunehmend Bedeutung, was auch die Stadtplanungen widerspiegelten. So entschieden sich viele Städte in dieser Zeit gegen den Erhalt ihrer Straßenbahn und für den Ausbau von Straßen für Kraftfahrzeuge. Wie wir heute wissen, entschied sich Bielefeld damals für den Erhalt der Straßenbahn und deren Ausbau zu einer StadtBahn und erkannte somit die Notwendigkeit eines starken und zuverlässigen ÖPNV. Dies sollte durch eine Trennung des Straßenbahnverkehrs vom übrigen motorisierten Verkehr erreicht werden, indem ein StadtBahn-Tunnel unter der Innenstadt gebaut werden soll. Weil die Planungen sich noch einige Jahre hinziehen würden, wurde damals entschieden, zunächst ein Teilstück des bestehenden Straßenbahnnetzes unterirdisch neu zu errichten, nicht zu letzt um auch den Tunnelbetrieb erstmals in Bielefeld erproben zu können.
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