Am 30.10.1987 endete in Bielefeld die Ära der DÜWAG-Gelenktriebwagen. Naja, zumindest so halb. Der erste Gelenktriebwagen Wagen 221 kam im Jahr 1957 nach Bielefeld. Mit neun weiteren Wagen waren dies die ersten Nachfolger der Großraumwagen, welche seit ein paar Jahren bereits in Bielefeld verkehrten. Wie die Großraumwagen waren auch diese Gelenkwagen nur Einrichtungsfahrzeuge, zunächst wurden sie auf der Linie 1 eingesetzt, nachdem im Ortskern in Schildesche ein Gleisdreieck für den Einrichtungsbetrieb gebaut wurde. 1960 folgten die nächsten Wagen 230 bis 236, im Folgejahr dann die Wagen 237 bis 240. Zuletzt kamen in den Jahren 1962 und 1963 die Wagen 241 bis 259, womit der Wagenpark von den Gelenktriebwagen dominiert wurde. Lustigerweise gab es nie einen Wagen 260, da der letzte ausgelieferte Wagen auch die Nummer 229 bekam, nachdem der originale Wagen 229 von 1957 im selben Jahr ausgebrannt war. Viele Wagen wurden in den Jahren 1966 und 1975 zu Achtachsern umgebaut. Mit der Einführung der neuen Stadtbahnwagen M8C verließen schon die ersten Gelenkwagen Bielefeld und nachdem die Lieferung der M8C im Jahr 1987 beendet wurde, war der Todesstoß für die Gelenkwagen gestoßen. Aber: Drei der Achtachser fuhren noch bis kurz vor der Stadtbahneröffnung im Jahr 1991 auf dem Bielefelder Straßenbahnnetz, deswegen war es noch nicht ganz das Ende einer Ära, aber die Tage der alten Düwag Gelenktriebwagen waren ein für allemal gezählt. Wer heutzutage noch mit einem solchen Fahrzeug durch Bielefeld fahren möchte, muss sich um Tickets der Sonderfahrten im SparrenExpress (Wagen 500) oder in der OldtimerBahn (Wagen 814) bemühen.
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